Aibika Abelmoschus
Aibika Abelmoschus

 Als ich eine Abbildung der Blüte in Rühlemann´s Kräuter und Duftpflanzen Katalog sah, verliebte ich mich sofort in diese Pflanze.

Zunächst erinnert die Blüte an eine Hibiskusblüte, doch sie ist weitaus größer. Leider ist sie bei uns nicht so schnell gewachsen, wie erwartet, da die Temperaturen im Mai, Nachts noch leicht fröstelten. Aber die Pflänzchen haben tapfer durchgehalten. Zunächst zog ich sie im Gewächshäuschen hoch und setzte sie später an verschiedene Stellen im Garten aus um herauszufinden, wo sich dieser Maniok-Bisameibisch am wohlsten fühlt. Nachts habe ich eine große Plastikflasche darüber gestülpt, damit die Temperaturen der Pflanze nichts anhaben konnten. Die Schnecken fanden das überhaupt nicht gut, dafür ist mir aber keine einzige Pflanze eingegangen.

Jetzt, Anfang September, erreichen einige Exemplare bereits Wuchshöhen von ca. 1,5m. Die Eiförmigen Samenkapsseln sind auch schon an einer zu sehen. Das Besondere an dieser Pflanze ist, dass sowohl die Blätter wie auch die Blüten roh oder gekocht gegessen werden können und reich an hochwertigem Eiweiß sind. Da wir große Teetrinker sind, kommt hin und wieder eine komplette Blüte in die Teekanne. Aus dem Kräuterkatalog erfuhr ich, dass die Rinde der Maniok-Bisameibisch, medizinisch als entzündungshemmendes Mittel genutzt wird. Soweit bin ich aber noch nicht. Auf jeden Fall ein toller hingucker im Garten und die Bienchen freuen sich.



Besondere Merkmale von Maniok-Bisameibisch:

Eine Pflanzenart aus der Familie der Malvengewächse.

In Indien und Ostasien wird sie schon seit eh und jeh als Kulturpflanze angebaut. In Südost-Asien wird die Maniok-Bisameibisch als Gemüse-, Faser- und Heilpflanze genutzt. Dieser Malvenstrauch erreicht Wuchshöhen bis zu 2,50m und trägt Vanille-gelbe Blüten mit einen dunkellila Fleck in der Mitte. Die Blüten werden ca.10 bis 25 Zentimeter breit. Die Früchte sind eiförmig bis länglich, steifhaarig und 4 bis 8 Zentimeter lang. Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

 

 

Inhaltsstoffe /einige wichtige:

 

  1. Fettsäuren

  2. Farnesol (Sesquiterpenalkohol mit einem blumigen, an Maiglöckchen erinnernden Geruch)

  3. Ambrettolid (Das ätherische Öl Ambrettolid verströmt einen schwach blumigen Duft, der nach Moschus und Sandelholz duftet)

  4. Hochwertige Eiweiße (Was ist hochwertiges Eiweiß? Hierzu habe ich einen Interessanten Bericht gefunden, vielleicht einfach mal durchlesen.

  5. Flavonoide
  6.  Thrombin (Das wichtige Enzym der Blutgerinnung)

 

Standort und Verbreitung:

Der Abelmoschus manihot ist nicht Winterhart und verträgt keinen Frost. Die Blütezeit ist von Juli bis September und die Samen reifen von August bis Oktober. Die Blüten besitzen sowohl männliche wie weibliche Organe und werden durch Insekten bestäubt. Diese Pflanze verträgt sich gut auf sandige, mittel-lehmige Böden. Der Boden sollte gut durchlässig sein. Sie wächst nicht im Schatten und bevorzugt feuchte Erde. Ideal gedeiht der Maniok-Bisameibisch (Abelmoschus manihot) an einem nach Süden gerichteten Platz unter reichlich Sonne.

 

Gattungsmerkmale:

Einjährige Pflanze, die aufrecht wächst. Meist einfach sternförmige behaarte Stiele, Stängeln und Blättern. Blätter 15-25cm lang, herzförmig bis rund, drei- bis siebenfach gelappt, länglich zugespitzt mit herzförmiger Basis. Blattrand ist gezähnt. Die Blattstiele sind ebenso lang oder länger als die Blätter. Außenkelch ist 4- bis 16blättrig, länglich und teilweise behaart. Der Kelch ist fast bis zur Spitze röhrenförmig, fünfzähnig zur Blütezeit an einer Seite aufreißend. Vor der Fruchtreife abfallend. Die Kelchblätter bilden einen fünffachen Fruchtknoten; fünf Griffel, die am Grund verwachsen sind. Die Frucht ist eine eiförmige bis neallängliche, spitz zulaufende, 5 bis 25cm lange, leicht bis borstig behaarte, vielsamige Kapsel. Die bis zu 1cm langen Samen sind nierenförmig, gerippt und dunkelbraun bis schwarz gefärbt.

Samenkapsel, ziemlich behaart
Samenkapsel, ziemlich behaart
Blütenknospe des Abelmoschus manihot
Blütenknospe des Abelmoschus manihot
Blumenkelch ähnelt der Hibiskusblüte
Blumenkelch ähnelt der Hibiskusblüte
Abelmoschus manihot, Samenkapseln. Aufrecht wachsend
Abelmoschus manihot, Samenkapseln. Aufrecht wachsend
Blüte des Abelmoschus manihot.
Blüte des Abelmoschus manihot.

 

Weitere Malvengewächse aus unserem Garten: Malvengewächse

 

 

 

 

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Schleimzellen kommen in den Parenchymen aller Organe vor. Malvaceenwurzeln, -blätter und -blüten gehören zu den wichtigsten medizinisch verwendeten Mucilaginosa.

>>Quelle: R. Hegnauer in Chemotaxonomie der Pflanzen (1969)

 

Anregend, krampflösend, stimulierend, Aromatherapie bei Depressionen, Aphrodisiakum

Eine Paste aus der Rinde wird verwendet , um Wunden und Schnitte zu behandeln. In Nepal wird der Wurzel-Saft erwärmt um Verstauchungen zu behandeln. Der Saft der Blüten wird verwendet , um chronische Bronchitis und Zahnweh zu behandeln.

 

Inhaltsstoffgruppen:

In den Samen fettes Öl, ätherisches Öl und

aß-Sitosterol, Saure Membranschleime in Wurzeln und Früchten; Anthocyane, Cyandidin-3glucosid und Cyanidin-3-sambusiosid in den Blüten; Droge: Abelmoschi radix (Hibisci raidix).

 

Abelmoschi-radix, Abelmoschuswurzel:

Mischt man 1g des groben Pulvers aus der Wurzel gewonnen mit 10ml Wasser, so entsteht eine weißliche, schleimige Flüssigkeit, die fast geschmacklos ist. Die schleimige Flüssigkeit darf keine gräulich-braune Farbe und keinen sauren Geschmack besitzen noch nach Ammoniak riechen.

Volkstümliche Anwendung: Als Umschlag bei Wunden, Entzündungen und Schwellungen. >>Quelle: Professor Dr. R. Hänsel, Dr. K. Keller, Professor Dr. H. Rimpler in Drogen A-D (1992)



Giftstoffe:

Maniok-Bisameibisch (Abelmoschus manihot), Syn.: Hibiscus manihot ist ungiftig

 

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