Pesto aus frischen Blättern
Pesto aus frischen Blättern

Bereits Anfang März habe ich die Samen ausgesäht. Und siehe da, er wächst und wächst.

Ich habe gehört, dass Weisser Senf erst ab Juni blüht, aber bei uns ist er bereits jetzt in der Blütephase - wir haben Anfang Mai. Mir ist aufgefallen, dass die Pflanze, ähnlich wie bei der Tomate Geiztriebe bekommt. Ich geize sie aber nicht aus. Die Blätter des weissen Senfs werden bei uns regelmässig geerntet und finden in der Küche viel Verwendung. Z.B. in Salate, Brotaufstrich, in Pesto, Suppen oder einfach als Gewürz. Unsere Hühner mögen die Blätter auch, aber nur wenn ich die Blätter kleinschneide. Einfach so gehen sie mir nicht an die Pflanze, was für eine Freude. Jetzt freue ich mich auf die Spätsommerzeit, für die Ernte der Samen. Ich lasse alle Pflanzen dieses Jahr ausblüten. Sie stehen im Gemüsebeet und geben den nötigen Schatten an benachbarte Pflanzen. Radieschen, Erdbeeren und Chinakohl, kommen mit dieser Pflanze auch zurecht, bisher zumindest. Es wird berichtet, dass alle Teile dieser Pflanze, insbesondere die Senfkörner, leicht giftig sind. Jedoch nur bei Verwendung in grösseren Mengen. Vieviel grössere Mengen sind, finde ich nirgends. Die Petersilie und andere Kräuter sind ja auch bei zu hohem Konsum, leicht giftig, das ist mir bekannt. Wir verzehren zwar nicht die Senfkörner, aber die Blätter - und das fast täglich. Beschwerden gibt es bisher keine. Also keine Hautreizungen, Durchfall, Atemwegsnot, Übelkeit oder Erbrechen. Im Gegenteil ich habe oft das Gefühl, dass der Verzehr den Apettit eher anregt. Wenn ich beispielsweise Suppe koche, kommt eine gute Menge an Senfblätter hinein, so als würde ich Grünkohl hineinschnibbeln. Wieviel müsste ich tatsächlich mal abwiegen. Alles rein nach Gefühl. Was aber nicht bedeutet, dass bei anderen Menschen, dies nicht anders ist. Jeder reagiert anders und sollte das bitte nicht einfach so nachmachen. Erst gestern habe ich so viele Blätter geerntet, dass ich daraus Pesto gemacht habe. Der schmeckt fantastisch. Gestern beim umfüllen habe ich etwas davon probiert und fand, dass der Pesto einen sehr bitteren Nachgeschmack hatte. Heute habe ich erneut probiert und es schmeckt leicht senfig und nicht mehr bitter. Ich denke, für eine leichte Vergiftung müsste man die Blätter kiloweise verzehren. Das wäre mir/uns dann auch zu viel Senfblätter.


Besondere Merkmale vom Weissen Senf (Sinapis alba L.):

Der Weisser Senf ist eine Pflanzenart aus der Familie Kreuzblütler (Brassicaceae). Der Name "Sinapis" steht für Senfe und sie gehören zu eine kleine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Sinapis alba L. ist eine wichtige Nutzpflanze. Weisser Senf erreicht Wuchshöhen bis zu ca. 120cm. Die reifen Samen werden (Erucae semen) genannt und finden auch Verwendung in der Arzneimedizin.  

Inhaltsstoffe /einige wichtige:

1. Senföl
2. Glykoside wie Sinalbin und Sinigrin sorgen für die Schärfe im weißen Senf.
3. Ätherische Öle (anregend, durchblutungsfördernd, antibakteriell, schweisstreibend, harntreibend,krampflösend, fungizid, schleimlösend, schmerzstillend und hautreizend)
5. Vitamin A,C,D,B6,B12
6. Kalzium
7. Magnesium
8. Eisen


Anwendung und Heilwirkung:

Senfkörner werden überwiegend zu einer cremigen Paste verarbeitet, so wie Mensch Senf im Glas oder Tube kennt. In der Küche findet er seine Verwendung zum Schärfen von Speisen und hilft schwerverdauliche Speisen besser zu geniessen. Durch die äusserliche Anwendung von Senfplfaster werden u.a. Rheumatische Beschwerden behandelt.
Lektüre über die Heilwirkung der Blätter ist mir bisher unbekannt bzw. fand ich noch nichts. Wird bei Findung aktualisiert.  


Standort und Verbreitung:

Weisser Senf ist ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch und mittlerweile in ganz Europa vorkommend. Deswegen wächst er hier im Alentejo/Portugal auch so gut. Gut gedeiht er auf lehmigen und sandigen Böden. Mag nicht trocken werden, also gerne leicht feucht. Bei ausblüten der Pflanze vermehrt sich der Weisse Senf wild, insbesondere an Bachläufen.


Gattungsmerkmale:

Einjährige Pflanze, die aufrecht wächst. Weisser Senf kann Wuchshöhen von bis zu 120cm erreichen. Die Stängel sind verzweigt. Die Laubblätter sind gezähnt und rauh behaart. Der Blütenkopf ist gelb. Deswegen wird der weisse Senf auch gerne gelber Senf genannt. Übrigens werden die Senfarten nach der Farbe der Samen bzw. Senfkörner benannt. Alba steht also hier für weisslich.


Giftstoffe:
Sen f(Sinapis alba L.): Alle Teile, also Blätter, Stiehle und insbesondere die Senfkörner sind leicht giftig.
Die Aufnahme von grösseren Mengen kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Es wird auch berichtet, dass in schweren Fällen es zu Atemstillstand kommen kann; dazu müssten aber sehr, sehr große Mengen aufgenommen werden. Aufgrund der Ätherische Öle kann es bei Anwendung auf der Haut und bei nicht fachgerechter Anwendung von Senfplaster, beispielsweie zu Hautreizungen, Entzündungen und Gewebeschäden kommen. >>Quelle: Natur Lexikon

 

Wildtrieb, wie bei der Tomate
weisser senf
Kurz vorm Blühen
weisser senf
Leicht verwechselbar mit der Blüte von Kohlsorten
weisser senf
Die Samen nach der Keimung
weisser senf

 

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Hinweis: Die hier zusammengestellte Informationen sollen weder heilinformationen oder medizinische Rezepturen darstellen. Diese Informationen beruhen auf eigene Erfahrungen und zusammengestellte Informationen, die mit einem Quellverweis versehen sind.

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