Montemor-o-novo
Montemor-o-novo

Montemor-o-Novo liegt ca. 80km östlich von Lissabon, ca. 30Km von Évora und gehört zur Region Anlentejo, was den meisten wohl eher bekannt ist.
Eine unberührte Stadt könnte man meinen denn von Tourismus ist hier nicht viel zu sehen.

Das Land und Leute sind hier sehr von der Land-, Forst- und Viehwirtschaft geprägt. Dafür gibt es sehr leckere Weine, qualitative Olivenöle, Honig und nicht zu vergessen Kork. Wer schon mal den Alentejo bereist hat, dem ist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht entgangen, dass diese Region eine wunderschöne Landschaft aus einem Gemisch von Korkeichen- und Pinienwäldern darbietet.

Unübersehbar ist auch die "Castelo_de_Montemor-o-Novo". Egal, von welcher Richtung man kommt, sie kann nicht übersehen werden. Es wird gemunkelt, dass Vasco da Gama hier seine Pläne für seine Indienreise vorbereitet bzw. geplant haben soll.

Alte Gemäuer und die letzten Sonnenstrahlen laden zum Verweilen ein
Alte Gemäuer und die letzten Sonnenstrahlen laden zum Verweilen ein
Mir kam es vor, als wäre ich auf eine Reise in die Vergangenheit. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Ein typisches Bild sind auch die älteren Frauen, die noch die letzten Sonnenstrahlen erhaschen und auf Parkbänken oder gar mit ihren Stühlen draussen vor der Haustür ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen. Ein gemeinsamer Plausch oder die Handarbeit wie Häkeln, Stricken etc. darf natürlich nicht fehlen. Alte Ruinen und Kirchen sind ein Lieblingsplatz für Tauben und andere Vögel. Schöne Lichtverhältnisse ließen mich für einen Moment träumen. Aber sobald die Sonne ihre Kraft verlierte, sehnte ich mich schnell wieder in die warme Stube. Die alten Gemäuer lassen nichts Gutes erahnen, wenn es schattig und kalt wird.

Mir ist aufgefallen, dass die Menschen stets ein Lächeln, eine Begrüssung bereithalten. Ich fühle mich geborgen. Noch etwas unbekannt sind Gaststätten oder sogenannte Häuser, wo man sich trifft um eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen. Alles sieht anders als Einladend aus. Aber nur Mut, bist Du einmal eingetreten, so kommt auch schon ein Blick, ein Lächeln und ein Bom dia. Schaue ich mich um, fällt mir auf, dass kein Dreck auf dem Boden liegt. Ich habe noch so ein Bild in meinem Kopf wo es Gang und Gebe war, dass diese kleinen Zuckerbeutel, nach Entleerung in die Kaffeetasse sofort auf dem Boden landeten. Die Zigarette wurde ebenfalls auf dem Boden ausgedrückt. Von dem fand ich nichts vor, ein angenehmens Bild und Geruch. Panadas und Bifanas scheinen hier auf dem Lande eine Spezialität zu sein. Und mir fällt ebenfalls auf, dass fast alles aus eigener Herstellung ist. Hausmannskost würde ich sagen, denn so schmeckt es auch. Da macht es auch Spaß mal was anderes zu probieren. Wenn ich bezahlen will werde ich als erstes gerfragt : "Hat es ihnen geschmeckt?" und stets dieses Lächelnn in den Gesichten der Menschen.

Wir entdeckten das Restaurante Europa in Montemor-o-Novo. Es liegt direkt an der Hautptstraße an der Fußgängerampel, direkt neben der Caixa Geral. Hier verweilen wir oft, wenn es zum Einkaufen oder sonstige Erledigungen geht. Die Gemeinde stellt auf ihren Seiten ebenfalls einige Tipps zur Verfügung. Einfach reinschauen, wenn ihr in der Nähe seid. Wo kannst du gut Essen in Montemor-o-Novo?

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© LosTimeCatchers Sara & Schorsch