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Ja, ja, die lieben Blattläuse haben uns am Anfang schon recht erschreckt. Dann sahen wir, wie die Ameisen regelrechte Blattllaus-Zucht betrieben. Leider vertreiben die Ameisen auch jedes weitere nützliche Insekt.

 

Neemöl hat super geholfen. Wir haben z.B. die Stämme der Obstbäume mit Neemöl behandelt. Eine mühselige Arbeit. Mit einer alten Zahnbürste wurden die Stämme 1:1 Neemöl eingerieben. Dann wurde eine Lauge aus Neemöl zubereitet und die Blätter der Obstbäume eingesprüht. Einen Erfolg konnten wir jedoch erst nach einigen Tagen wirklich sehen. Tatsächlich waren die Ameisen mehr oder weniger weg (vereinzelt wurden noch welche gefunden), aber die anderen Insekten, wie Marienkäfer, Schlupfwespen, Spinnen etc. trauten sich auch wieder auf die Bäume.


Zwei Mal die Woche werden alle wichtigen Pflanzen mit Brennesseljauche gegossen. Eine ganz schöne Arbeit. Scheint zu helfen. Alles wächst prächtig und der Kreislauf der Natur (Wer frisst wen?) ist auch geregelt, ohne dass wir grössere Schäden entdecken. Gift kommt uns auf keinem Fall ins Haus oder gar Garten. Lieber lassen wir alles zum Urwald wachsen (lach).
Etwas ganz wichtiges mussten wir lernen. Alles, braucht seine Zeit. Wir müssen einfach nur geduldig sein. So auch mit unserer Gesundheit, aber das wird ein anderer Eintrag. Auch hier sind wir seit Jahren dabei und viele Schritte weiter. Der Kopf ist voll und will geordnet werden.

Die Gartenarbeit hält uns ganz schön auf Trab. Ob wir uns das vorher so vorgestellt haben? Wir haben uns viel vorstellen können, aber jede neue Herausforderung kommt so, wie sie kommt. Da kann man sich nichts vorstellen. Es ist unser erstes Jahr und wir passen uns sehr der Natur an. Wir möchten nichts erzwingen. Auf einen schönen gepflegten Garten verzichten wir, da stimmt uns die Permakultur bzw. Mischkultur schon etwas mutiger. Unser erstes Hügelbeet haben wir auch schon zu Beginn des Jahres angelegt. Als wir damit fertig waren haben wir uns nach Fertigstellung bereits gedacht, "das machen wir nicht oft". Wir haben uns viel mit Permakultur auseinander gesetzt und eines ist hängen geblieben. Das Wort Perma bedeutet eigentlich Permanent. Und so haben wir uns das eigentlich gedacht. Dass anfänglich Arbeit auf uns zu kommt, dass war uns bewusst. Aber ständig als Gärtner herumzukrachseln, das wollen wir nun wirklich nicht. Sind wir auch überhaupt nicht gewohnt und hinzu kommt, dass wir noch so viele tolle Dinge wie Musik, Fotografieren und Fliegen nicht beiseite lassen möchten. Alles miteinander im Einklang bringen, das ist unser Wunsch. Wir müssen halt nur geduldig sein. Das Prinzip der Permakultur haben wir auch verstanden. Da kamen wir auf die Idee, um unsere Obst- und andere Bäume kleine, kreisrunde Beete herzurichten und zu bepflanzen. Wenn wir mit unserer Drohne über das Grundstück fliegen und filmen, könnte man meinen, die Ufos sind bei uns gelandet.

Neben dem Hügelbeet wurde am Zaun entlang ein anderes für Zuchini und Melonen angelegt
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Kreisbeet um den Orangenbaum. Noch ziemlich kahl, aber jetzt ist er voll
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Kreisbeet um den Orangenbaum. Der war ziemlich von Blattläusen angegriffen.
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Um den kleinen Orangenbaum wurden zuerst Erdbeeren gepfantzt. Später kam Gemüse dazu.
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An diesen Kreisbeet wachsen gerade Gurken hoch.
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Diese Kreise um die Bäume sehen in erster Linie zwar ganz ungewohnt aus aber alles an Gemüse wächst und gedeiht. Die Bäume sehen seither auch sehr gesund aus und es reifen bereits die ersten Früchte heran. Zu diesen Bäumen war bereits ein Wasserschlauch verlegt worden. So nutzten wir diese Jeweils und bewässern automatisch unsere Beete, sonst werden wir ja nie fertig. Seit zwei Monaten ernten wir auch schon einiges aus dem Garten. Aber es reicht natürlich noch nicht zum überleben. Wir ahnen es schon, bald können wir uns vor lauter Gemüse nicht retten. Bisher war ein jeder davon begeistert und hat nachgefragt, wo wir das nachgelesen haben. Es ist auch für Schorsch und mich ein Experiment. Vielleicht verträgt sich da einiges nicht und der Schuss kann nach hinten gehen. Aber wir können uns einfach nicht vorstellen, dass eine Pflanze den ganzen Tag der sehr heissen Sonne ausgeliefert sein möchte. Die Bäume spenden den nötigen Schatten und es gibt ein tolles Lichtspiel. Wir beobachten so viele Arten von Insekten und Vögel, dass wir oft die Zeit vergessen.


Somit tut halt jeder was er kann auf diesem wunderschönen Energiefleck, den wir täglich aufs Neue entdecken und viele Vorhaben einfach umschmeissen. Da sorgen bereits die Ameisen, die Nacktschnecken, Blattläuse und irgendwelche Bodenpilze, die sich gerne über viele Pflanzen hermachen, für. Wie wir versuchen alles im Zaum zu halten , dass erzählen wir euch in einem anderem Beitrag. Ach ja, und Insektenhotels haben wir aus dem alten herumliegendem Holz auch gebaut.
Jetzt ruft die Natur bei 30°C und diese Woche soll es an die 40°C werden. Natürlich ist das traumhaft, aber ab Mittag können wir im Garten keinen Schritt mehr machen. Dann müssen wir oft bis um 17h warten.

Unsere ersten Äpfel wachsen heran
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Eines unserer Insektenhotels
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Die tun immer nur so, als würden sie helfen
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Aber schaut selber, was es noch für tolle Sachen in unserem Garten gibt. Gallerie-Hochbeete und Kreisbeete

 

 

Tschüss und bis bald, eure Sara

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© LosTimeCatchers Sara & Schorsch