Wir sind eine Familie
Wir sind eine Familie

Ja, so schön sich das anhört, Hühner frei laufen zu lassen, so schwierig gestaltet sich das doch in der Praxis. Eigentlich ist unser Grundstück groß genug, so dass sämtliches Getier darauf fei herumspazieren kann.

Auch verläuft ein Zaun um das Gelände herum, um "Feinde" abzuhalten. Alles in Ordnung, dachten wir. Nun ja, leider ist das alles nicht so einfach. Der Wald, in dem wir mit unseren Tieren leben, hat seine eigenen Gesetze. So haben uns die "Sacca rabos (Ichneumon)" nun einen dicken, roten Strich durch unsere Freilandhaltung gemacht. Nach dem letzten Angriff, ist unser Bestand an Hühnern auf drei geschrumpft. Von diesen sind zwei davon Hähne, der eine hat nur noch ein Bein, der andere ist jetzt einäugig. Unser jüngster Neuzugang "Rosi" mit ihrem einbeinigen Lover "Charlie" haben das Gemetzel überlebt, da sie in einem anderen Stall hinterm Haus untergebracht sind. Unseren Haupthahn "Gallo" konnten wir gerade noch retten. Wir fanden ihn total traumatisiert, am ganzen Körper blutend und total zerfletterd in einer Ecke seines Geheges. Seine geliebte Haupthenne "Miss Blue" steckte tot, ohne Kopf im Zaun. Wir packten beide in ein vermeindlich sicheres Gehege, da am selben Vormittag erst "Miss Marpel" und kurz darauf die fette "Olga" dahingerafft wurden. "Susi" haben sie ein paar Tage vorher schon gekillt. Keines der Hühner konnten die "Sacca rabos" mitschleppen, da sie nicht durch den Zaun passten.

Unser Garten, wo sich die Hühner frei bewegen konnten. Viel Platz und mit einem kleinen Teich bestückt. Und noch dazu umzäunt.
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Hier im Wald gibt es so einige Raubtiere. Der Habicht kann durch die Bäume nicht gut jagen, da er keinen Platz zum Anfliegen findet. Der jagt lieber im freien Gelände. Der Fuchs kommt eigentlich nicht durch den Zaun. Zwar hörten wir schon, dass Füchse auch über den Zaun klettern können, doch war das bei uns noch nicht der Fall. Füchse nehmen ihre Beute auch mit, sie sind stark genug. Frei laufende Hunde kommen nicht durch und nicht über den Zaun. So bleiben nur noch "Sacca rabos" übrig. Wir haben jetzt keinen Hass auf diese Tiere. Das ist die Natur und diese Tiere kämpfen auch ums Überleben. Jetzt um diese Zeit haben sie Junge und die müssen halt mal gefüttert werden. Damit das ganze Dilemma nicht ganz umsonst war, haben wir die toten Hühner in ihr Revier gebracht, so hatten sie wenigstens noch einen Nutzen. Sie wurden auch sofort gefressen. Jetzt sitzen wir natürlich jeden Tag auf Kohlen und laufen bei jedem gegackere sofort los um zu gucken. Dazu müssen wir uns jetzt eine neue Strategie ausdenken, wie wir in Zukunft die Hühnerhaltung handhaben. Ums Haus herum geht das schlecht. Hier bauen wir unser Gemüse an und das mögen die Hühner auch sehr gerne. Noch dazu graben sie uns jedes Beet um und reissen dadurch sämtliche Pflanzen aus. Auch sitzen sie dann den halben Tag auf der Terrasse und kacken alles voll, was auch nicht gerade zu unserem Wohlbefinden beiträgt. Noch haben wir keine neuen Hühner, und so lange kein vernünftiger Plan vorliegt, müssen wir auf die frischen Eier halt verzichten.

 

 

 

Das Gehege unserer Hühner ist komplett mit feinmaschigem Zaun umspannt. Auch das Dach ist mit Zaun bedeckt. Leider graben sich die Sacca rabos unter dem Zaun durch.
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Das waren noch glückliche Zeiten. Stolz wie Oskar war unser "Gallo" auf seine Hühnerschaar
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Ja, jetzt muß unser "Gallo" halt mit einem Auge zurecht kommen. Er wird sich schon daran gewöhnen. Aber er ist noch traumatisiert und hat furchtbare Angst.
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Das war unsere dicke "Olga". Hatte nur fressen im Kopf. Oft mussten wir sie wegschicken, damit die anderen überhaupt was bekommen.
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"Rosi" und der einbeinige "Charlie" haben überlebt und erfreuen sich wieder ausgiebiger Sandbäder. Die sind ein Herz und eine Seele.
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Wie man hier sehen kann, haben die Hühner das ganze Gelände ausgenutzt. Den ganzen Tag waren sie unterwegs und konnten scharren wo sie wollten.
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"Susi" hatten wir nicht lange bei uns. Sie fühlte sich schnell wohl bei uns. Leider konnte sie es nicht lange genießen.
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Nun ja, das wird jetz wieder eine Zeit lang dauern bis wir wieder so frische Eier aus den Nestern stibizen können.
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Unser Bärli ist keine große Hilfe. Der ist total taub und fürchtet sich mehr als die Hühner.
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"Lady" und "Mizi", das kann man ja gut sehen, wie gut die im Hühner beschützen sind.
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Der Fuchs ist auch ein Hühner-Feinschmecker. Wir hoffen, unser Zaun kann ihn abhalten.
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Greifvögel würden auch gerne an die Hühner. Hühner sind sehr aufmerksam und verstecken sich schnell.
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"Miss Marpel" war immer sehr zurückhaltend und eigenständig. Dennoch eine fleissige Eierlegerin.
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Wir ersparen uns jetzt mal die Ansicht toter Hühner, aber so sieht es aus wenn die Sacca rabos da waren.
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Spuren der Verwüstung.
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Hier hausen jetzt "Rosi" und "Charly". Das war mal ein alter Schweinestall, der hoffentlich gut genug abgedichtet ist.
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© LosTimeCatchers Sara & Schorsch