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Och was sind wir froh, dass wir diese Gasöfchen nicht mehr benutzen müssen. So wirklich warm wurde es in Spanien im Winter nur mit viel Mühe und Aufwand.

Die Ironie war stets im Sommer den Ventilator laufen zu lassen, weil es brutal heiss war und im Winter haben wir den Ventilator direkt hinter dem Heizofen aufgestellt, damit die Warme Luft im Haus verwirbelt wurde. In Portugal stellte sich nun die Frage: "selber Holzhacken oder im ersten Jahr Brennstoff kaufen?" Gasflaschen lassen sich die Gasvertriebler hier gut bezahlen. Stolze 23 € bis 27 €, je nach Anbieter, muß man dafür berappen. Das wird auf die Dauer einfach zu teuer. Ist also für uns überhaupt keine Option. Durch unsere Nachbarn erfuhren wir, dass Holz hier in unserer Umgebung nach Kilopreis verkauft wird. Das fatale daran ist, dass das Holz überwiegend nicht richtig getrocknet ist und man dadurch halt viel Wasser bezahlt. Im Vorjahr wurden auf unserem Grundstück bereits einige Bäume gefällt, nun heisst es: "Selber Holz hacken".

Eine Aktion, die zu unserem Erstaunen, sehr viel Spaß gemacht hat und wir wissen bereits jetzt, dass dieses Jahr einiges an Arbeit auf uns wartet, damit wir im nächstem Winter wieder Holz zum Heizen haben. Dabei lernen wir wieder viel über unsere Natur und den Lebewesen um uns herum. Jetzt wissen wir auch, warum wir seit Jahren unsere Kettensäge und sonstiges Werkzeug mit uns herum tragen. In Spanien kamen diese Gerätschaften kaum zum Einsatz. Ausser auf Mallorca, da kannten wir einen Waldbesitzer, der uns dort immer wieder gerne zum Holzschneiden in seinen Wald lies. Einzige Bedingung war, dass wir die erste Fuhr, für seine Mutter schneiden und liefern sollten, danach durften wir für uns Holz holen. Ein guter Tausch, wie wir fanden.

Holzanzünder selbst gemacht. Hatte noch Duftkerzenreste übrig
Holzanzünder selbst gemacht. Hatte noch Duftkerzenreste übrig
Ist nicht nur dekorativ, riecht auch gut
Ist nicht nur dekorativ, riecht auch gut
Nun, es bleiben immer viele Holzspäne übrig und so viele Gemüsebeete haben wir auch noch nicht. Da kam uns die Idee Holzanzünder selber herzustellen. Ich hatte noch einige Eierkartons und diese habe ich mit Holzspäne und Reste von Rosmarin und Lavendel gefüllt. Danach einfach ein paar Kerzenreste eingeschmolzen und darüber gegossen. Nur noch auseinander schnippeln - Fertig!


So was kann man doch nicht schlachten? Unsere Fleischhenne
So was kann man doch nicht schlachten? Unsere Fleischhenne
Derzeit ist es sehr ruhig um uns herum. Eine Stille, die wir uns zwar gewünscht, aber ungewohnt und seltsam finden. Dennoch sind wir nicht einsam. Jeden Tag gibt es Neues zu entdecken und zu lernen. Dieses Leben hält uns auf Trab. Unsere Hühner könnte man meinen, hören aufs Wort. Aber die sind nur geil auf Fressen. Schnell haben sie sich an uns, unsere Geräusche und Kleidung gewöhnt. Zuletzt ging ich im grellgelben Regenmantel hinunter um nach dem Rechten zu schauen. Da sind sie ganz wild geworden, weil sie mich anscheinend nicht erkannten. Ich musste so lachen. Das Eierlegen funktioniert mittlerweile ganz gut. Bis auf unsere fette Olga, das Fleischhuhn, die immer gieriger wird. Die Vernunft sagt: "Schlachten!" Wir bringen es aber nicht übers Herz. Weder ich noch Schorsch sind dazu in der Lage. Zumindest "noch nicht".

Jetzt bereiten wir uns auf den Papierkram vor, der noch vor uns liegt. Wir wollen uns ja ordentlich in Portugal niederlassen und die ganze Prozedur, die wir ja bereits in Spanien hatten, kommt hier auch auf uns zu. Wir stellen fest, dass das System ähnlich läuft, dennoch viele Dinge anders zu regeln sind. Aber darüber werden wir noch berichten.

 

 

Endlich kommt unsere Motorsäge zum Einsatz
Endlich kommt unsere Motorsäge zum Einsatz
Zumindest habe ich mal eine Axt in die Hand genommen
Zumindest habe ich mal eine Axt in die Hand genommen
Na, ob das gut geht?
Na, ob das gut geht?
Hätte lieber das Holz so stehen gelassen. Mausi war dagegen.
Hätte lieber das Holz so stehen gelassen. Mausi war dagegen.

 

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© LosTimeCatchers Sara & Schorsch